Vorsorge

Tipp zum Weltfrauentag: Nicht in die Falle Altersarmut tappen

Am 8. März ist Weltfrauentag. Der Tag soll daran erinnern, dass Frauen vielfach benachteiligt werden. So ist beispielsweise das deutsche Rentensystem nicht auf die Lebensrealität vieler Frauen zugeschnitten. Ein Grund mehr, privat vorzusorgen – langfristig und mit hoher Rendite

Erhalten Frauen tatsächlich weniger Rente als Männer? Die Faktenlage ist eindeutig: Mit durchschnittlich 645 Euro Rente 1 müssen Sie als Frau in Deutschland (Ost und West) über die Runden kommen. Männer erhalten dagegen rund 140 Euro mehr im Monat. 2 Nach 15 Jahren sind das ganze 25.200 Euro .

Pausen und ungleiche Bezahlung

Wie kommt es zu dieser deutlichen Differenz? Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern nehmen berufstätige Frauen in Deutschland relativ lange Auszeiten. Junge Mütter legen häufig eine Arbeitspause von mehreren Jahren ein. Zudem werden Frauen für gleiche Tätigkeiten und unter gleichen Voraussetzungen oftmals schlechter bezahlt als Männer. Entsprechend niedriger fallen die Beiträge zur Rentenkasse aus.

Regelmäßig sparen

Was für Männer gilt, wird Frauen daher noch eindringlicher empfohlen: Um niedrige Rentenauszahlungen auszugleichen, sollten sie frühzeitig und regelmäßig in die private Altersvorsorge investieren. Allerdings neigen Frauen dazu, auf vordergründig risikoarme Anlageformen zu setzen 2. Mitunter wird aus Vorsicht monatlich Geld auf ein Tagesgeldkonto geparkt. Oft bleibt es auch nur auf dem Girokonto liegen.

Die Inflation beachten

Die Vorsicht ist nicht nur unbegründet, sie erhöht auf Dauer das Risiko, im Alter weniger zum Leben zu haben. Denn das Girokonto bietet schon seit einigen Jahren keine Zinserträge mehr. Inflationsbedingt verliert das Geld zudem an Wert. 3.000 Euro haben bei einer Inflation von 2% in 30 Jahren nur noch eine Kaufkraft von 1.656 Euro. Fakten, die nur einen Schluss zulassen: Dort investieren, wo über einen längeren Zeitraum eine Rendite von über 2% zu erwarten ist. 3

Vom Zinseszinseffekt profitieren

Langfristig von mehr Rendite profitieren, was heißt das konkret? Langfrist sparen bedeutet: Regelmäßig Geld einzahlen, sich aber erst nach Jahren Geld auszahlen lassen. So bleiben auch die Zinserträge in der Anlage. Die Summe, die Sie regelmäßig einzahlen, bleibt unverändert, die neu investierte Summe steigt dennoch an. Und monatlich 50 Euro zur Seite zu legen, wie in unserem Beispiel, ist vielen möglich. Die Summe entspricht ungefähr dem Monatsbeitrag für ein Fitnessstudio – nur das so die private Altersvorsorge fit wird

Ab 25 Euro

Den Zinseszinseffekt können Sie zum Beispiel langfristig über Aktienfonds nutzen. Dabei liegt die Betonung auf dem Wort langfristig. Denn natürlich unterliegen Aktien Kursschwankungen. Rückschläge gehören zum Fondsparen. Aber: Der Blick zurück zeigt, dass auf Dauer Gewinne erzielt werden können, zumal die Börse bisher insgesamt mehr Jahrgänge mit einem deutlichen Plus und knallenden Sektkorken abgeschlossen hat. Und die gute Nachricht für alle Frauen mit engem finanziellen Spielraum: Fondssparen ist bereits ab monatlich 25 Euro möglich – und lukrativ.

Frühzeitig anfangen

Aber einfach so in einen Fonds investieren, ohne Vorwissen? Unsere Antwort: Lieber nicht. Sie benötigen zwar kein Experten-Know-how, sollten sich aber mit der Materie auseinandersetzen und beispielsweise einen Termin mit einem Berater vereinbaren. Doch warten Sie nicht zu lange damit. Je früher Sie investieren, desto rentabler kann das Fondsparen für Sie ausfallen.

Besprechen Sie mit einem kompetenten Berater, wie Sie sinnvoll vorsorgen können.

1 ndr.de: Fünf Gründe für Altersarmut bei Frauen

2 www.welt.de: So früh im Leben öffnet sich für Frauen die Rentenfalle

3 dws.de: Altersvorsorge

 

Quellen: ndr.de, welt.de und dws.de

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